Montag, 13. juli 2009
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Ein großes Ärgernis sind Viren, die sich über Sicherheitslücken im bekannten und viel verwendeten MS Office ins System schleichen. Und sie verbreiten sich auf diese Art sehr schnell und effektiv,
denn kaumein Anwender zögert, wenn er einen Text, eine Tabelle oder eine Präsentation per Email erhält. .
Die Viren nutzen Sicherheitslücken und die Leichtgläubigkeit und Unvorsichtigkeit der Anwender aus, um ins System zu gelangen. Microsoft hat einen sogenannten "Patch Day", der zweite Dienstag im
Monat. An diesem Tag werden Updates herausgegeben, die unter anderem auch Sicherheitslücken schließen. Die Virenprogrammierer nutzen dies aus, indem sie ihre Viren kurz nach dem Patch Day
herausbringen. So können die Schädlinge mindestens vier Wochen ungehindert wüten, bis ein Update erscheint.
Mit einigen Tipps kann man den Viren das Leben schwer machen:
1. Arbeiten Sie nicht mit Administratorrechten im Internet, denn die Viren haben dieselben Rechte wie der angemeldete Benutzer. Wenn Sie also Administrator sind und somit alle Rechte auf dem System
haben, hat der Virus auch alle Rechte und kann somit richtig Schaden anrichten und sich bspw. in die Registrierung eintragen.
2. Buffer-Overflow-Schutz: In Windows XP sollte der Buffer-Overflow-Schutz eingestellt werden, denn Viren nutzen mit Hilfe eines Buffer-Overflow werden die Schutzmechanismen des Systems außer Kraft
gesetzt. Standardmäßig ist dieser Schutz nur für Systemprogramme aktiviert. Aktivieren können Sie den Schutz über die Systemsteuerung, "System", "Erweitert", "Systemleistung", "Erweitert",
"Datenausführungsverhinderung".
3. Open Office ist eine kostenlose Alternative zu MS Office, die mindestens genauso mächtig ist. Wenn Sie dieses Programm benutzen, können Viren, die die Microsoft-Lücken ausnutzen, nicht aktiv
werden.
4. Es gibt Viewer-Programme, mit denen man die Dateien sicherer betrachten kann als mit den richtigen Office-Produkten. Man kann sie allerdings nicht verändern. Und leider gibt es auch hier
Sicherheitslücken, welche die Viren dennoch ausnutzen können; es sind nur weniger.
Die Virenprogrammierer nutzen Lücken aus, die sie selbst gefunden haben. Bei Microsoft kennt man diese Lücken also nicht, folglich kann es unter Umständen einige Zeit dauern, bis die Lücke entdeckt
und ein Gegenmittel entwickelt ist. Sind die Lücken entdeckt, gibt Microsoft nur selten Informationen heraus, so dass die Hersteller von Antiviren-Software erst einmal im Dunkeln tappen und nicht
direkt eine Lösung parat haben.