Wednesday, 5. november 2008 3 05 /11 /Nov. /2008 23:34
Manchmal führe ich Tests in unserem Netzwerk durch, wenn bei einem Rechner die Verbindung ausgefallen ist. Dabei werde ich oft gefragt, was dieser Befehl "ping", den ich benutze, eigentlich bedeutet. Deswegen hier für euch eine kleine und knackige Erklärung, die man auch ohne große Netzwerkkenntnisse verstehen kann.

Den Befehl "ping" gibt es zumindest unter Windows, Linux und Unix (andere Betriebssysteme kenne ich nicht). Dieses Programm tut eigentlich nichts anderes, als ein Signal an einen anderen Rechner zu schicken. Dieser Rechner muss daraufhin eine Antwort zurück senden. Geschieht dies nicht, kann man auf Netzwerkprobleme schließen. Es kann allerdings auch an einer zwischengeschalteten Firewall oder ähnlichem liegen. Daher kann aus einer fehlenden Antwort nicht zwingend geschlossen werden, dass der andere Rechner nicht erreichbar ist, es kann aber ein erster Anhaltspunkt sein.

Bei einer Firewall muss der ping-Befehl speziell freigegeben werden, sonst wird er blockiert.

Im Folgenden sehen Sie die Ausgabe dieses Befehls.



Ich habe den Befehl zwei Mal abgesendet. Einmal habe ich die Internetadresse verwendet (1), einmal die so genannte IP-Adresse (4). Jeder Computer in einem Netz hat eine IP-Adresse, aber Namen wie www.gmx.de sind für Menschen leichter zu merken. Daher werden die IP-Adressen auf solche für Menschen lesbare Internetadressen umgesetzt. Aber dennoch besitzt jeder Computer eine IP-Adresse. Mehr darüber in einem anderen Beitrag.

Im obigen Beispiel pinge ich beide Male www.gmx.de an. Unter Windows sendet der Befehl standardmäßig vier Signale. Ich habe vier Antworten erhalten (2). Das bedeutet, dass es 0% Datenverluste gab (3); die Verbindung funktioniert folglich.

Anders sieht es im nächsten Beispiel aus.



Hier sind Fehler aufgetreten, wie Sie sehen können.

Fehler können verschiedene Ursachen haben. Ich zähle hier einige auf:

  • der Zielrechner ist nicht online bzw. ans Netz angeschlossen,
  • der Zielrechner ist ausgeschaltet,
  • eine Firewall blockiert die Verbindung,
  • die Adresse existiert nicht (z.B. Schreibfehler),
  • fehlerhafte Netzwerkkarte,
  • und einige andere.
Sie sehen, dass ein Fehler beim Ping nichts über das Problem aussagt. Man kann nur feststellen, dass es ein Problem gibt. Aber das ist auch schon einmal gut zu wissen. Und dann kann man das Problem weiter untersuchen.

Im folgenden Screenshot wurde als Ziel "localhost" angegeben.



localhost ist der eigene Rechner. ping wird mit diesem Ziel aufgerufen, wenn man die eigene Erreichbarkeit testen möchte. Wenn dieser Befehl nicht funktioniert, kann das Problem schon einmal auf den eigenen Rechner (z.B. eine defekte Netzwerkkarte) eingeschränkt werden.

Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen ein wenig mit dieser kurzen Erklärung helfen.
von Christopher Olbertz - veröffentlicht in: Netzwerke
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Wednesday, 5. november 2008 3 05 /11 /Nov. /2008 19:11
Problem: Regelmäßige Datensicherungen sind wichtig. Aber oft ist es mühsam, jedes Mal die Dateien herauszusuchen, die man gerne sichern möchte. Oft sind sie in vielen verschiedenen Ordnern gespeichert. Also erst einmal heraussuchen, dann kopieren und bloß nichts vergessen. Die Folge ist, dass man dann mal ganz gerne auf eine notwendige Sicherung verzichtet. "Ich habe jetzt keine Zeit." "Das mache ich später." "Ach, es wird schon nichts passieren." Und obwohl eine leise Stimme im Hinterkopf warnt, gewinnen doch diese Ausreden. Und falls nicht, vergisst man es oft ganz einfach.

Lösung: Folgende Software

MakeBackUp


Wie der Name schon sagt, legt das Programm Backups an. Dabei überzeugt das kostenlose, deutschsprachige Programm durch eine einfache und klare Benutzeroberfläche und damit verbundener leichter Bedienbarkeit und einem hohen Funktionsumfang, wie ich im Folgenden kurz zeigen möchte.



Oben Sehen Sie das Hauptfenster der Software. Backups werden in Backupaufträgen gespeichert. In einem solchen Auftrag können verschiedene Dateien aus verschiedenen Ordnern oder sogar ganze Ordner angegeben werden, die dann automatisch gesichert werden. Wenn Sie also einen Ordner C:\Briefe und C:\Studium sichern wollen, geben Sie diese beiden Ordner in einem Auftrag an.



Nach der Angabe eines Ziel zum Speichern der Sicherung (kann auch eine CD oder DVD sein), kann man noch weitere Optionen einstellen. Für die Vergesslichen unter uns gibt es sogar eine Planung.



Sie können ein Datum und eine Uhrzeit angeben, zu dem die Sicherung durchgeführt werden soll, und sogar Intervalle, wenn die Sicherung regelmäßig gestartet werden soll - der Rechner muss natürlich dann eingeschaltet sein. Aber wenn man zu gewissen Zeiten immer daran arbeitet, ist dies eine gute Möglichkeit, dass Sicherungen immer durchgeführt werden ohne daran denken zu müssne. Hier stört einzig, dass das höchste Intervall "wöchentlich" ist.

Insgesamt erhöht dieses kleine aber sehr hilfreiche Programm die Sicherheit enorm, denn wichtige Sicherungen vergisst man so nicht mehr.

Ein kleines Manko ist die Internetseite, die auf den ersten Blick nicht sehr übersichtlich ist. Und die Erklärungen zu den Freeware-Programmen bestehen aus einem Screenshot, was ein bisschen wenig ist, um einen Überblick über die Funktionalität zu erhalten.

Name: MakeBackUp 1.0
Preis: Kostenlos
Homepage: http://www.screensoft.de/
von Christopher Olbertz - veröffentlicht in: Software
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Tuesday, 4. november 2008 2 04 /11 /Nov. /2008 19:43
Was Sie bis jetzt gelesen haben, ist wie bereits erwähnt kein wirklicher Schutz vor Gefahren aus dem Internet. Gerade gegen Viren gibt es noch keinerlei Sicherheit. Viren gelangen auf vielfältige Weise ins System. Bevor ich einen Virenscanner vorstelle, möchte ich erst auf einen Punkt eingehen, der von vielen Menschen immer noch nicht oder zu wenig beachtet wird.

Fremde Datenträger

Jeder hat Freunde und das ist auch gut so. Natürlich erhält man auch mal Dateien von ihnen, sei es über CD oder DVD, USB-Stick oder externe Festplatte. Aber hier gilt, auch wenn es ein wenig nach Akte X klingt: Vertrauen Sie niemandem. Ich möchte damit nicht sagen, dass Ihre Freunde Ihnen absichtlich Schaden zufügen wollen. Aber auch deren Datenträger können mit Viren verseucht sein. Deswegen fremde Datenträger erst mit einem Virenscanner prüfen.

Das gleiche gilt für Datenträger, die Sie verliehen haben. Auch erst von einem aktuellen Virenscanner unter die Lupe nehmen lassen, bevor Sie den Datenträger benutzen.

Das war eine Warnung am Anfang. Wenn man an dieser Stelle ein wenig Vorsicht walten lässt, hat man eine Eintrittsschleuse von Viren schon halbwegs im Griff. Ich habe nun mehrmals Virenscanner erwähnt. Im Folgenden möchte ich ein Programm vorstellen, mit dem ich gute Erfahrung gemacht habe und das auch in Tests gut abschneidet.

Avira

Avira ist ein sehr guter Virenscanner, der für den privaten Gebrauch kostenlos ist. Ich möchte die wichtigsten Funktionen dieser Software im Folgenden kurz vorstellen.



Im Hauptfenster sehen Sie eine Übersicht über das Programm. Sie können sehen, ob der Wächter aktiv ist (1). Der Wächter läuft im Hintergrund und sucht ständig nach Viren. Dadurch sorgt er für eine höhere Sicherheit.

Sie können sehen, wann die letzte vollständige Systemüberprüfung durchgeführt wurde (2). In diesem Fall hat das Programm sämtliche Dateien auf der Festplatte nach Viren durchsucht.

Es wird angezeigt, wann die Virendefinitionen das letzte Mal aktualisiert wurden (3). Aktualisierungen sollten regelmäßig durchgeführt werden. Denn nur dadurch ist sichergestellt, dass der Scanner die aktuellen Viren kennt, da täglich neue Viren erscheinen. Eine Aktualisierung sollte im Idealfall täglich durchgeführt werden.

Schließlich sehen Sie, wann Ihre Lizenz abläuft (4). Wenn dies geschieht, ist das kein weiteres Problem für Sie, wenn Sie die private Version nutzen. Die Lizenz kann erweitert werden.

Im Folgenden möchte ich nur nur diese Funktionen vorstellen, die für den Normalbenutzer von Interesse sind und Ihnen Tipps geben.

Als weitere Möglichkeit können Sie Berichte ansehen (5).



Hier haben Sie eine Übersicht über Updates, gefundene Viren, usw. Falls Sie sehen möchten, welche Viren entdeckt wurden, ist dies die richtige Anlaufstelle für Sie.



Unter "Lokaler Schutz" -> "Prüfen" (1) können Sie Suchdurchläufe manuell starten. Wählen Sie aus, welche Laufwerke geprüft werden sollten (2) und starten Sie die Suche (3). Anschließend erscheint ein Fenster, das Sie über den Stand der Suche informiert. Dabei durchsucht Luke Filewalker nicht nur die Dateien auf der Festplatte, sondern auch die Registrierung und den Bootsektor.



Nachdem die Suche beendet ist, können Sie in dem Filewalker-Fenster sehen, wie viele Dateien gefunden wurden sind, und anschließend können Sie sich noch einen abschließenden Bericht ansehen (nächstes Bild). Wenn ein Virus gefunden wird, werden Sie während der Suche sofort informiert und können Gegenmaßnahmen einleiten. Leider habe ich derzeit keinen Screenshot von einem Virenfund.



Sie können die betroffene zum Beispiel Datei löschen oder in Quarantäne verschieben. Wenn sie sich in Quarantäne befindet, kann der Virus keinen Schaden anrichten, die Datei ist aber immer noch vorhanden, falls sie benötigt wird. Ich empfehle bei Virenfunden, dass Sie sich im Internet über dieses speziellen Virus (Name ist angegeben in der Fundmeldung) und die Gegenmaßnahmen informieren. Manchmal ist die Entfernung so kompliziert, dass das Antiviren-Programm nichts ausrichten kann. Dann wird Spezialsoftware benötigt.



Unter "Verwaltung" -> "Quarantäne (1) können Sie sehen, welche Dateien Sie in Quarantäne verschoben wurden. Über die Symbole an der oberen Seite des Fensters (2) können Sie verschiedene Aktionen mit den Dateien durchführen, sie beispielsweise löschen oder wiederherstellen.



Zu guter Letzt sehen wir uns noch den Planer an (1), den Sie unter dem Punkt "Verwaltung" finden. Hier können Sie Aufträge erteilen, die regelmäßig durchgeführt werden. Das sind zum Beispiel Durchsuchungen nach Viren oder Aktualisierungen des Programms. Zwei Aufträge sind bereits vorgegeben. Eine tägliche Aktualisierung und eine tägliche Systemüberprüfung. Ich empfehle dringend, das tägliche Update aktiviert zu lassen. In diesem Fall updatet das Programm die Virendefinitionen automatisch und sie brauchen die Aktualisierungen nicht mehr von Hand zu starten. So können Sie diese auch nicht vergessen und erhöhen auch so Ihre Sicherheit.

Ähnlich funktionieren auch andere Anti-Virenprogramme. Avira verwende ich und ich habe auch gute Erfahrungen mit dieser Software gemacht. Da ich nur über Software schreiben möchte, die ich selbst getestet habe, stelle ich keine weiteren Programme vor.

Avira Download

Zwei Hintergrundwächter = Doppelte Sicherheit?

Bitte installieren Sie niemals zwei Hintergrundwächter! Sie könnten sich natürlich denken, dass das für doppelte Sicherheit sorgt. Denn nicht jeder Virenscanner kennt alle Viren, die es gibt. Doch mit der oben genannten Vermutung liegen Sie falsch!

Denn zwei Hintergrundwächter behindern sich gegenseitig und können dem System dadurch ernsthaften Schaden anfügen.

Online-Scanner

Sie können auch Online-Scanner verwenden. Diese stellen natürlich keinerlei Hintergrundwächter zur Verfügung, aber Sie können Ihr System damit überprüfen. Der Dienst Virustotal ist empfehlenswert, da er sich mit 30 aktuellen Virenscannern behilft. Bei diesem Dienst können Sie eine Datei hochladen und diese untersuchen lassen.

Das ist natürlich nicht geeignet, um die ganze Festplatte zu durchsuchen. Laden Sie eine Datei hoch, bei der Sie einen Fehlalarm befürchten. Fehlalarme können vorkommen und werden von den Herstellern der Software im Allgemeinen im einem Update behoben. Wollen Sie nicht so lange warten, können Sie Virustotal nutzen. Da 30 verschiedene Virenscanner benutzt werden, haben Sie hier eine gewisse Sicherheit, wenn Sie feststellen wollen, ob es sich um einen Fehlalarm handelt.

Virustotal


Es gibt jedoch noch eine weitere Art von Schädlingen, gegen die Virenscanner im Allgemeinen nichts unternehmen können: Spyware. Diese möchte ich Ihnen zusammen mit einem Gegenmittel im nächsten Teil vorstellen.

Sicherheit im Internet - Teil 1 Windows mit Bordmitteln absichern
von Christopher Olbertz - veröffentlicht in: Sicherheit im Internet - Community: Computer & Internet
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Tuesday, 4. november 2008 2 04 /11 /Nov. /2008 15:51
In diesem Teil des Tutorials möchte ich das Konzept der Managed-Beans vorstellen. Es ist eines der Grundprinzipien von JSF und damit auch von IceFaces. Aber zuerst möchte ich die Frage klären:

Was sind Managed-Beans?

Managed-Beans basieren auf Java-Beans. Dies sind Javaklassen, die folgende Bedingungen erfüllen:

1. Ein Standardkonstruktor
2. Datenzugriffsmethoden (Getter und Setter)

Managed-Beans sind Java-Beans, bei denen es noch Vorschriften für die Datenzugriffsmethoden gibt, so dass sie von IceFaces verwendet werden können. Sie müssen folgenden Bedingungen gehorchen, die Java-Entwicklern allerdings bekannt sein sollten:

1. Die Getter müssen mit  get beginnen, dann folgt beginnend mit einem Großbuchstaben der Name des Attributs.

2. Die Setter müssen mit set beginnen, dann folgt beginnend mit einem Großbuchstaben der Names des Attributs.

3. Bei boolean-Variablen können die Getter auch mit is beginnen, dann der Name des Attributs mit einem Großbuchstaben beginnend.

Im Folgenden sehen Sie eine Beispielbean BookBean.java. Sie ist die Grundlage für die Anwendung, welche wir im Laufe dieses Tutorials entwickeln wollen.

package de.myOpac.beans;

public class BookBean {
    private String title;
    private String author;
    private int pages;
   
    public String getTitle() {
        return title;
    }
    public void setTitle(String title) {
        this.title = title;
    }
    public String getAuthor() {
        return author;
    }
    public void setAuthor(String author) {
        this.author = author;
    }
    public int getPages() {
        return pages;
    }
    public void setPages(int pages) {
        this.pages = pages;
    }   
}


Die Klasse hat drei Attribute und für jedes Attribut jeweils eine get- und eine set-Methode. Damit kann diese Bean bereits für IceFaces verwendet werden. Was bedeutet das: Die Bean kann in IceFaces verwendet werden?

Die Beans werden von IceFaces verwaltet. Dies bedeutet eine erhebliche Arbeitserleichterung für den Entwickler. Dabei werden die Beans in der Anwendungsdeklarationsdatei hinterlegt, so dass von allen Seiten aus auf sie zugegriffen werden kann. Die Beans müssen nicht mehr speziell durch eine separate Angabe eingebunden werden wie bei herkömmlicher JSP-Programmierung. Sobald die Beans in der Anwendungskonfigurationsdatei definiert sind, stehen sie auf jeder Seite zur Verfügung und sie werden von IceFaces verwaltet.

Am deutlichsten wird dieses Konzept wahrscheinlich an einem simplen Beispiel.

Die Anwendungskonfigurationsdatei

Die Datei faces-config.xml ist die sogenannte Anwendungskonfigurationsdatei, in der - wie der Name schon sagt - unsere Anwendung konfiguriert wird. Wir werden die Möglichkeiten dieser Datei in den nächsten Kapiteln näher unter die Lupe nehmen. In diesem Kapitel betrachten wie die Definition der Managed-Beans, die ebenfalls in der faces-config.xml erfolgt.

Diese Datei wird im Verzeichnis /WEB-INF gespeichert, also in dem Ordner, in dem sich auch die web.xml befindet. Folgendermaßen sieht das Grundgerüst einer faces-config.xml aus:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>

<!DOCTYPE faces-config PUBLIC
    "-//Sun Microsystems, Inc.//DTD JavaServer Faces Config 1.1//EN"
    "http://java.sun.com/dtd/web-facesconfig_1_1.dtd">

<faces-config>

</faces-config>


In dem faces-config-Tag werden nun die anderen Angaben eingetragen, wie zum Beispiel die Definition der Managed-Beans. Nun wollen wir unsere BookBean einmal definieren und in der restlichen Anwendung zur Verfügung stellen.

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>

<!DOCTYPE faces-config PUBLIC
    "-//Sun Microsystems, Inc.//DTD JavaServer Faces Config 1.1//EN"
    "http://java.sun.com/dtd/web-facesconfig_1_1.dtd">

<faces-config>
    <managed-bean>
        <managed-bean-name>bookBean</managed-bean-name>
        <managed-bean-class>de.myOpac.beans.BookBean</managed-bean-class>
        <managed-bean-scope>session</managed-bean-scope>
    </managed-bean>
</faces-config>


Zuerst geben Sie der Bean einen Namen, über den sie in der Anwendung angesprochen werden soll. Es gelten die üblichen Regeln für Variablennamen. Üblicherweise wird als Bean-Name der Klassenname beginnend mit einem Kleinbuchstaben angegeben.

<managed-bean-name>bookBean</managed-bean-name>

Dann müssen Sie angeben, von welcher Klasse die Bean stammt. Der Klassenname zusammen mit seinem Package angegeben werden.

<managed-bean-class>de.myOpac.beans.BookBean</managed-bean-class>

Und schließlich geben Sie einen Gültigkeitsbereich an.

<managed-bean-scope>session</managed-bean-scope>

Als scope können angegeben werden:

  • request: Der kleinstmögliche Bereich. Die Beans existieren nur während der Request-Verarbeitung im Server und werden anschließend sofort gelöscht.
  • session: Die häufigste Variante. Die Bean bleibt während einer Arbeitssitzung, also einer Session erhalten. Wenn die Session geschlossen wird, wird die Bean gelöscht.
  • application: Der größtmögliche Bereich. Die Bean ist während der gesamten Laufzeit des Servers gültig und wird erst gelöscht, wenn der Server beendet wird. Die Beans sind also global gültig und nicht mehr für den einzelnen Benutzer.
  • none: Die Beans werden überhaupt nicht dauerhaft gespeichert. Dies ist sinnvoll, wenn sie nur Grundlage für eine einzige Berechnung sein sollen.

Einer Bean können auch Initialisierungswerte mitgegeben werden. Dabei werden der Name der Eigenschaft und der Wert angegeben. Der Entwickler ist dafür verantwortlich, dass der angegebene Wert zu dem Datentyp der Eigenschaft passt und dass die Getter- und Setter-Methoden korrekt sind. Über diese greift IceFaces nämlich auf die Werte zu.

Schauen wir uns mal einige Initalisierungswerte für unsere BookBean an:

<faces-config>
    <managed-bean>
        <managed-bean-name>bookBean</managed-bean-name>
        <managed-bean-class>de.myOpac.beans.BookBean</managed-bean-class>
        <managed-bean-scope>session</managed-bean-scope>
        <managed-property>
            <property-name>title</property-name>
            <value>Momo</value>
        </managed-property>
        <managed-property>
            <property-name>author</property-name>
            <value>Michael Ende</value>
        </managed-property>

        <managed-property>
            <property-name>pages</property-name>
            <value>304</value>
        </managed-property>

    </managed-bean>
</faces-config>


Definiert werden Initialisierungswerte mit Hilfe von <managed-properties>. Mit <properties-name> wird der Name des Attributs angegeben, mit <value> der Wert. Bei Fehlern wird eine Laufzeit-Exception ausgeworfen, zum Beispiel:

javax.servlet.jsp.JspException: javax.faces.el.EvaluationException: javax.faces.FacesException: javax.faces.FacesException: Eigenschaft für verwaltete Bean kann nicht gesetzt werden: 'titel'.



















Dieser Fehler ist schnell behoben: Einfach den Namen der Property in der faces-config.xml korrigieren.

Wenn an der Anwendungskonfigurationsdatei Änderungen vorgenommen werden, werden diese erst nach einem Neustart des Servers wirksam, weil die Datei nur beim Start geladen wird.

Verwenden einer Managed-Bean

Nun wollen wir uns einmal ansehen, wie die Managed-Beans an einen einfachen Beispiel in einer JSF-Seite verwendet werden können. Im folgenden Beispiel sollen einfach nur Titel, Autor und Seitenanzahl auf dem Bildschirm angezeigt werden. Dabei werden erst einmal nur die Initialisierungswerte angezeigt.

<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1" ?>
<jsp:root version="1.2"
  xmlns:jsp="http://java.sun.com/JSP/Page"
   xmlns:f="http://java.sun.com/jsf/core"
  xmlns:h="http://java.sun.com/jsf/html"
  xmlns:ice="http://www.icesoft.com/icefaces/component">
<jsp:directive.page contentType="text/html;charset=ISO-8859-1" pageEncoding="ISO-8859-1"/>
<f:view>
  <ice:outputDeclaration doctypeRoot="HTML" doctypePublic="-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" doctypeSystem="http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"/>
  <html>
    <head>
     <title><ice:outputText value="Beispiel zum Managed-Beans" /></title>
    </head>
    <body>

    <ice:form partialSubmit="true" >
        <ice:outputText value="#{bookBean.title}" />
        <br/>
        <ice:outputText value="#{bookBean.author}" />
        <br/>
        <ice:outputText value="#{bookBean.pages}" />
        <ice:messages />
     </ice:form>
    </body>
  </html>
</f:view>
</jsp:root>


Wir haben auf dieser Seite drei Ausgabetext, wie wir sie bereits kennen. Aber in dem Attribut value sehen wir eine Syntax, die uns noch nciht begegnet ist. Hier wird die sogenannte expression language (EL) angewendet.

<ice:outputText value="#{bookBean.title}" />

Die Raute leitet den Zugriff auf eine Managed-Bean ein. Dann folgen geschweifte Klammern, in der angegeben wird, auf welches Attribut wir zugreifen wollen. Die Notation ist genau so, wie wir sie von Java gewöhnt sind. Der Variablenname ist dabei der Name der Bean, wie wir ihn in der faces-config.xml angegeben haben. Die Bean muss für das jeweilige Attribut Getter- und Settermethoden enthalten, denn über diese greift IceFaces auf die Eigenschaft zu.

Die obige Anweisung bedeutet also nicht anderes als value="#{bookBean.getTitle}".

Es ist natürlich auch möglich, ein Attribut in der Bean zu deklarieren, das wiederum das Objekt einer Klasse ist. Nehmen wir einmal an, wir würden eine Klasse Person deklarieren, die die Attribute name und address besitzt. Das Attribut author ist nun kein String mehr, sondern ein Objekt der Klasse Person.

Hier das Attribut und die entsprechenden Getter und Setter:

private Person author;

Person getAuthor() {
    return author;
}

void setAuthor(Person author) {
    this.author = author;
}


Von einer jspx-Seite aus wird nun folgendermaßen auf den Namen des Autors zugegriffen:

value="#{bookBean.author.name}".

Dies ist gleichbedeutend mit value="#{bookBean.getAuthor.getName}". Es ist selbstverständlich, dass die Klassen BookBean und Person beide entsprechende Getter und Setter benötigen. Eclipse erstellt die Getter und Setter bekanntlich selbstständig, so dass man damit keine weitere Arbeit hat.

Wenn Sie den Server nun starten und die Seite öffnen, werden die zuvor als Initialisierungswerte angegebenen Werte auf der Seite angezeigt.

Beans können nun mit allen Komponenten von IceFaces verbunden werden. In den nächsten Kapiteln werde ich viele Beispiele zeigen, wie man die Beans mit verschiedenen Komponenten verwendet.

Managed-Beans mit dem IceFaces-Plugin für Eclipse

Das IceFaces-Plugin nimmt dem Entwickler einige Arbeit bei der Definition von Managed-Beans ab. Öffnen Sie die faces-config.xml, wenn das IceFaces-Plugin installiert ist, wird ein grafischer Editor geöffnet, den ich kurz vorstellen möchte.



Es erscheint ein Begrüßungsbildschirm, den Sie sich ansehen können - oder auch nicht. Klicken Sie auf "ManagedBean".



Hier werden die Managed-Beans angezeigt (1). Neue Beans können einfach hinzugefügt werden (2).



Sie können nun eine existierende Javaklasse eingeben (1) oder eine neue Javaklasse erstellen (2). Anschließend geht's weiter (3).



Geben Sie einen Namen für die Bean ein (1). Standardmäßig wird der Klassenname beginnend mit einem Kleinbuchstaben eingetragen. Wählen Sie nun einen Gültigkeitsbereich aus (2). Beschreibung der Gültigkeitsbereiche finden Sie oben.



Am Ende erhalten Sie eine Zusammenfassung.

Aber der Editor enthält noch weitere Möglichkeiten.




Wenn Sie eine ManagedBean anklicken, können Sie die Daten der Bean ändern (1), Initialisierungswerte vergeben (2) oder die Bean löschen.


Ice Faces Tutorial Teil 2 - Das Eclipse-Plugin

von Christopher Olbertz - veröffentlicht in: IceFaces
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Tuesday, 4. november 2008 2 04 /11 /Nov. /2008 11:56
Jede Netzwerkkarte hat eine so genannte Mac-Adresse, welche die Netzwerkkarte eindeutig identifiziert. In bestimmten Netzen wie zum Beispiel in Universitätsnetzen muss man die Mac-Adresse angeben, um freigeschaltet zu werden. Bei bestimmten Reparaturen ändert sich diese Mac-Adresse, wenn das Mainboard oder die Netzwerkkarte getauscht wurden. In diesen Fällen müssen Sie die Mac-Adresse erneut auslesen und an den Systemadministrator weitergeben.

Ich möchte jetzt beschreiben, wie die Mac-Adresse unter Windows ermittelt werden kann.

Klicken Sie auf "Start" -> "Ausführen" oder drücken Sie die Tastenkombination WIN+R.


Anschließend erscheint der Ausführen-Dialog. Geben Sie hier "cmd" ein.



Nun öffnet sich die Eingabeaufforderung, in welcher Sie die Möglichkeit haben, die Mac-Adresse auszulesen. Dies geschieht mit dem Befehl "ipconfig /all". Geben Sie diesen in die Eingabeaufforderung ein.
 


Die folgende Ausgabe wirkt auf den ersten Blick etwas kompliziert, aber ich erkläre Ihnen, wie Sie die benötigten Informationen herausfiltern. Erst einmal müssen Sie wissen, ob Sie eine Verbindung mit WLAN oder mit Kabel benutzen. Je nach Typ müssen Sie nämlich eine andere Mac-Adresse angeben, denn die WLAN-Karte wie auch LAN-Karte (mit Kabel) haben je eine andere Mac-Adresse.


Auf dem obigen Bild sehen Sie eine Beispielausgabe des Befehls. Es gibt den "Ethernetadapter Drahtlose Netzwerkverbindung" (1), die WLAN-Karte. Ihre Mac-Adresse finden unter dem Abschnitt "Physikalische Adresse" (2). "Ethernetadapter LAN-Verbindung" ist die Netzwerkkarte für eine kabelgestützte Verbindung. Auch hier finden Sie die Mac-Adresse unter "Physikalische Adresse" (4). Die Adressen bestehen aus zwölf Zeichen, je zwei sind durch einen Bindestrich abgetrennt. Es dürfen nur folgende Zeichen darin vorkommen: 1,2,3,4,5,6,A,B,C,D,E,F.

Jetzt haben Sie die Mac-Adresse, die Sie Ihrem Systemadministrator übergeben müssen, damit die Internetverbindung aufgebaut werden kann.
von Christopher Olbertz - veröffentlicht in: Windows
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